Neuheiten Steuerwesen, Arbeitsmarkt und bei den europäischen Rechnungslegungsvorschriften
Arbeitsfrühstück – 1. März 2012
Die für das Geschäftsjahr 2012 verabschiedeten Maßnahmen sowie die neusten Entwicklungen der europäischen Rechnungslegungsvorschriften wurden anlässlich des Arbeitsfrühstücks thematisiert, das unsere Kammer in Zusammenarbeit mit Bové Montero in der Anwaltskammer von Barcelona organisiert hat.
Belén Fernández und Alejandro Miñano, Senior Manager bzw. Manager der Steuerabteilung der Kanzlei, behandelten die steuerlichen Übergangsmaßnahmen für 2012 und 2013, die vor kurzem mit dem Ziel der Erhöhung der Steuereinnahmen und des Abbaus des Staatsdefizits verabschiedet wurden. Bezüglich der Eink0mmensteuer besprachen sie die Verabschiedung einer Reihe von zusätzlichen Steuersätzen, die zu den bisher bestehenden hinzugerechnet werden, womit der Höchststeuersatz nun 52% betragen wird. Bei diesem Thema sind auch die Steuersätze zu berücksichtigen, die die jeweiligen Autonomen Gemeinschaften eingeführt haben können. Für die Einkommensteuer von Nicht-Residenten steigt der allgemeine Steuersatz von 24% auf 24,75%, während der bisher gültige Satz von 19% für Dividenden und Zinsen u.a. auf 21% angehoben wird.
Als für den Steuerzahler günstigere Maßnahmen haben sie die Abschaffung – mit Wirkung für die Steuererklärung 2011 - der von der Steuerbemessungsgrundlage abhängigen Begrenzung angegeben, die ab 2011 für die Anwendung des Abzugs der Einkommensteuer aufgrund von Investition in die Erstwohnung eingeführt worden war. In Bezug auf die Körperschaftsteuer erklärten sie, dass die Möglichkeit, für Geschäftsjahre, die 2012 beginnen, die reduzierten Steuersätze von 20-25% anzuwenden, verlängert worden ist, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt werden, insbesondere dass die Gesellschaft keine Arbeitsplätze abbaut. Zum Schluss erinnerten sie an die Verlängerung der Anwendung der superreduzierten Mehrwertsteuer i.H.v. 4% auf den Verkauf von neuen Eigenheimen bis zum 31. Dezember dieses Jahres.
Die Arbeitsmarktmaßnahmen haben das größte Interesse erweckt, insbesondere aufgrund der Neuheit und Aktualität der Arbeitsmarktreform und ihres Einflusses auf das Funktionieren der Unternehmen. José Luis Gómez, arbeitsrechtlicher Berater der Kanzlei, analysierte die wichtigsten Bestandteile der tiefgreifenden Reform des spanischen Arbeitsmarkts. In seiner Analyse hob er die Maßnahmen zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitnehmer hervor, die eine neue Art von Ausbildungs- und Lehrverträgen beinhaltet, sowie Maßnahmen zur Schaffung von Arbeitsplätzen, wobei eine neue Art von unbefristeten Verträgen zu erwähnen ist.
Weiterhin wurde eine Reihe von Änderungen besprochen, die als Alternative zum Abbau von Arbeitsplätzen grundlegende Aspekte des Arbeitsmarkts flexibler machen sollen, indem Aspekte wie Tarifverhandlungen modernisiert und das System zur substantiellen Änderung der Arbeitsbedingungen erleichtert werden. Zum Schluss wurden auch Aspekte der Beendigung des Arbeitsverhältnisses besprochen, wie die Reduzierung der Abfindung aufgrund von ungerechtfertigter Entlassung auf 33 Tage pro Dienstjahr und Festlegung einer Obergrenze von 12 Monatsgehältern. Ebenfalls wurde der Versuch analysiert dem Unternehmer größere Rechtssicherheit durch eine detailliertere Typisierung der Gründe für objektive Kündigungen und die Abschaffung der fälschlich genannten “Expresskündigung” zu geben.
Zu guter Letzt sprach José María Bové, geschäftsführender Gesellschafter der Kanzlei, über die aktuellen Reformen der Rechnungslegungsvorschriften seitens der Europäischen Kommission, die eine weitgehende Abstimmung des Binnenmarkts im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) implizieren. Die unaufhaltsame Abstimmung der Rechnungslegungsvorschriften wird im Ermessen der Kommission die Internationalisierung der Unternehmen und folglich die Schaffung von Arbeitsplätzen erleichtern.
Der Event wurde mit einer langen Fragerunde abgeschlossen, die sich im Grossteil auf die Arbeitsmarktreform konzentrierte, was das Interesse der 70 anwesenden Führungskräfte an diesem Thema zeigte.
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La_Lettre-_marzo-abril_2012.pdf0.9 M

